Leitgedanken Jugendpflege

In ihrem Leitbild beschreibt sich die Stadt Mörfelden-Walldorf als ein Unternehmen mit leistungs-fähigen Betrieben, die Dienst- und Serviceleistungen sowie vielfältige Hilfsangebote anbieten. Sie sieht die Menschen in unserer Stadt als Partnerinnen und Partner.

Was bedeutet Kundenorientierung hinsichtlich der Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Stadt ? Welche Angebote werden seitens des kommunalen Trägers vorgehalten ? Werden die Interessen von Jugendlichen auf die Jugendzentren „abgeschoben“ oder haben alle Ein-richtungen der Stadt auch das Thema Jugend mit „auf dem Schirm“ ?

Charakteristikum der Arbeit in der Jugendpflege ist das breite Spektrum von Themen, denen Jugendliche täglich ausgesetzt sind und die sie mit in die Einrichtungen und in das Gespräch mit den PädagogInnen bringen.

Fokus unserer Arbeit sind dabei zwei entscheidende „Momente“ im Jugendalter. Zum einen der Schritt in den Lebensabschnitt Jugend mit all seinen neuen Herausforderungen und Aufgabenstellungen der Pubertät, der Identitätsfindung, der Auseinandersetzung mit dem Thema „Wie möchte ich leben ?“ – „Wer möchte ich sein ?“ Gerade im Teenyalter sind die PädagogInnen die ers-ten wichtigen Erwachsenen, die nicht die Eltern oder die LehrerInnen sind. Gemeinsam oder auch in Abgrenzung durchleben wir mit ihnen eine ereignis-, aber auch konfliktreiche Zeit mit vielen Gesprä-chen, Partys, gemeinsamen Aktionen und manchmal auch einigem Zoff. Der zweite große Schritt stellt der Übergang in das Erwachsenenleben dar und die Übernahme neuer Rechten und Pflichten. Der Übergang Schule/Beruf ist eine der wesentlichen Arbeitsbereiche der Ju-gendpflege, hier bieten wir mit dem Jobtreff viele Hilfen bei der Lehrstellensuche oder dem Start in andere Pfade der schulischen oder beruflichen Weiterentwicklung.

Orientierung in unserer Arbeit ist dabei das Leitziel der Jugendpflege, welches sich aus dem KJHG ableitet : „Die Jugendpflege unterstützt und fördert Jugendliche in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.“ Individualität und Gruppe/Clique sind die beiden wesentlichen Pole der Entwicklung der Jugendlichen, wobei hier auch zentral der geschlechtsspezifische Aspekte eine Rolle spielt. Die Umsetzung dieses Leitziel vollzieht sich dabei im Rahmen von drei Mittlerzielen :

- Erlebnisräume schaffen (zu Abhängen, auf dem Skatepark, bei der Party usw.)
- Förderung der Entwicklung (bei Workshops, bei der Organisation von Veranstaltungen oder bei der Unterstützung von selbstorganisierten Angeboten)
- Partizipation bei allen sie betreffenden Entscheidungen ( im Alltag des Jugendzentrums oder bei Aktivitäten, aber auch „in großem Rahmen“ des Kinder- und Jugendforums)

Organisatorisch bieten wir vier „Geschäftsbereiche“ :
1. je ein Jugendzentrum pro Stadtteil
2. Angebote der Jugendpflege für alle Jugendlichen der Stadt (Freizeiten, Ferienspiele, Workshops)
3. Jugendberufshilfe (Jobtreff, Ausbildungsplatzförderung etc.)
4. Partizipation (Kinder- und Jugendforum)

Steuerung

Wie stellen wir sicher, dass unsere Angebote auch angenommen werden ? Wie passen wir unser Angebot kontinuierlich an die Interessen und Bedarfe der Jugendlichen an ?

- Bedarfserhebung
- Zielformulierung
- Umsetzung der Angebote
- Evaluation

Die Internetpräsenz der Jugendpflege Mörfelden-Walldorf spiegelt zumindest einen Teil der Aktivitäten zur Erreichung dieser Ziele wieder. Heiss begeht sind immer wieder die Bilder der letzten Partys oder anderer Aktivitäten. Aber auch die anderen Seiten bieten eine Menge Informationen und aktuelle Tips.

Ende 2006 neu hinzugekommen ist die Präsenz der Jobtreff-Lehrstellenliste, die jeweils aktualisiert wird.

Viel Spass beim Stöbern


Heimo Boschert
Abteilungsleitung Jugendförderung